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Pablo Picasso: Stationen eines Künstlerlebens von Málaga bis Mougins

Pablo Picasso wurde am 25.10.1881 in Málaga geboren und starb am 08.04.1973 in Mougins bei Cannes. Gemeinsam mit Georges Braque begründete er den Kubismus. 1937 malte er für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung "Guernica", sein Bild über die Zerstörung der baskischen Stadt im Spanischen Bürgerkrieg.

Ein sonniges leeres Atelier in einer Mittelmeervilla mit leeren Leinwänden, Tonkrügen und offenem Fenster zu Pinien
Bild: KI-generiert

Pablo Ruiz Picasso kam am 25.10.1881 in Málaga zur Welt [1, 3]. Er arbeitete als Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker und lebte von 1904 an in Frankreich [1, 2]. Mit Georges Braque begründete er den Kubismus, 1937 malte er "Guernica", ein großformatiges Bild gegen den Krieg [1]. Er starb 1973 im Alter von 91 Jahren in Mougins [1, 2].

Kindheit in Málaga, La Coruña und Barcelona

Sein Vater José Ruiz Blasco unterrichtete Zeichnen an der Kunstschule von Málaga, war Konservator des städtischen Museums und verkaufte eigene Bilder [3]. Die Mutter hieß María Picasso López [1, 3]. Ihren Familiennamen wählte der Sohn später als Künstlernamen [2, 3]. Nach dem Musée national Picasso-Paris malte er mit acht Jahren sein erstes Ölbild, "Der kleine gelbe Picador" [3].

Eine ruhige Hafenpromenade in Málaga im Abendlicht mit Palmen, weißen Fassaden und eisernen Balkonen
Bild: KI-generiert

1891 wurde der Vater nach La Coruña versetzt, weil das Museum in Málaga schloss [3]. Dort besuchte Pablo ab 1892 die Zeichenklasse der Kunstschule, an der sein Vater lehrte [2, 3]. 1895 starb seine Schwester Conchita an Diphtherie [2, 3]. Im selben Jahr zog die Familie nach Barcelona, wo der Vater eine Professur an der Kunstschule La Lonja erhielt und der Sohn dort aufgenommen wurde [2, 3]. 1896 teilte er sich ein erstes Atelier mit Manuel Pallarès und zeigte das Bild "Die Erstkommunion" auf einer Ausstellung in Barcelona [2].

Akademie in Madrid und erste Reise nach Paris

1897 nahm ihn die Königliche Akademie San Fernando in Madrid auf [1, 2]. Im folgenden Frühjahr kehrte er nach Barcelona zurück [1, 2]. Dort verkehrte er im Künstlerlokal Els Quatre Gats und lernte Carlos Casagemas kennen [2]. Mit ihm reiste er im Jahr 1900 zur Weltausstellung nach Paris [2]. Im selben Jahr druckten Zeitungen in Barcelona seine Illustrationen [1]. Ab 1901 signierte er seine Arbeiten nur noch mit "Picasso" [1].

Blaue und Rosa Periode

Casagemas nahm sich 1901 das Leben [2]. Picasso malte daraufhin "Der Tod des Casagemas", und mit einem Selbstbildnis begann im selben Jahr die Blaue Periode [2]. Das Deutsche Historische Museum datiert sie auf 1901 bis 1904 und beschreibt schwermütige Figurenbilder in Blautönen [1]. 1902 stellte die Galeristin Berthe Weill die blauen Bilder zum ersten Mal aus [2]. 1903 entstand in Barcelona "Das Leben", das heute im Cleveland Museum of Art hängt [2]. Schon 1901 hatte er in Paris den Dichter Max Jacob kennengelernt [2].

1904 zog er in das Atelierhaus Bateau-Lavoir auf dem Montmartre [2]. Dort lernte er Guillaume Apollinaire und Fernande Olivier kennen, die sieben Jahre seine Partnerin war [2]. Für die Rosa Periode mit ihren Zirkusmotiven nennt das Deutsche Historische Museum die Jahre 1905 bis 1907 [1]. Das Pariser Picasso-Museum lässt sie schon 1904 mit dem Bild "Der Schauspieler" beginnen [2]. 1906 malte er das Porträt der Schriftstellerin Gertrude Stein [1, 2].

Kubismus mit Georges Braque

1907 sah Picasso im ethnografischen Museum am Trocadéro afrikanische Skulpturen und lernte Georges Braque kennen [2]. Im selben Jahr entstand "Les Demoiselles d'Avignon", das heute im Museum of Modern Art in New York hängt [2]. Afrikanische Masken waren nach dem Deutschen Historischen Museum maßgeblich für den Wechsel zu einem neuen Stil [1]. Ein Jahr zuvor hatte ihn eine Ausstellung iberischer Skulpturen im Louvre beeindruckt [2].

Eine steile Kopfsteingasse auf dem Montmartre mit alten hölzernen Atelierhäusern im grauen Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Mit Braque entwickelte er den Kubismus, der Gegenstände in geometrische Formen zerlegt [1]. Das Deutsche Historische Museum setzt diese Phase auf 1908 bis 1917 an [1]. Von 1911 bis 1914 entstanden die ersten Klebebilder, die "papiers collés", in die er Sand, Holz und Blech einarbeitete [1]. 1912 begann er mit Assemblagen wie dem "Stillleben mit Rohrgeflecht" [2]. Im Februar 1907 hatte der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler ihn zum ersten Mal im Bateau-Lavoir besucht [2]. 1911 waren Picassos Bilder in Galerien in Berlin und New York zu sehen, 1912 in Moskau, München, Berlin und Köln, 1913 auf der Armory Show in New York [2]. 1913 starb sein Vater [2]. Wie sich die Kunst nach 1900 von der Abbildung löste, erklärt die Seite zur modernen Kunst.

Ballett, Olga und die Jahre nach dem Krieg

1915 starb seine Partnerin Eva Gouel an Tuberkulose [2]. Für das Ballett "Parade", das am 18.05.1917 in Paris uraufgeführt wurde, entwarf Picasso Bühnenbild und Kostüme; das Libretto schrieb Jean Cocteau [1]. Dabei lernte er die Tänzerin Olga Chochlowa kennen, die er 1918 heiratete [1, 2]. 1921 kam der Sohn Paul zur Welt [2]. Ab 1919 wurde seine Malerei klassizistischer und griff antike Vorbilder auf [1].

Surrealismus und Spanischer Bürgerkrieg

1925 zeigte er auf der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris das Bild "Drei Tänzer" [1]. 1927 lernte er Marie-Thérèse Walter kennen, die sein Modell wurde [1, 2]. 1934 reiste er zum letzten Mal nach Spanien [2]. 1935 trennte er sich von Olga, ohne sich scheiden zu lassen, und Marie-Thérèse brachte die Tochter Maya zur Welt [2]. Ab 1928 entstanden mit Julio González seine ersten Eisenplastiken, 1930 kaufte er das Schloss Boisgeloup in der Normandie und richtete dort 1931 eine Bildhauerwerkstatt ein [2]. 1932 zeigte die Galerie Georges Petit in Paris die erste Retrospektive, und Christian Zervos veröffentlichte den ersten Band des Werkverzeichnisses [2].

Ruinen einer kleinen baskischen Stadt mit zerbrochenen Steinmauern und verkohlten Dachbalken vor grünen Hügeln
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Nach Beginn des Bürgerkriegs 1936 ernannte ihn die spanische Republik zum Direktor des Prado in Madrid [1, 2]. Im selben Jahr begann die Beziehung zur Fotografin Dora Maar [2]. 1937 druckte die "New York Times" eine Erklärung Picassos zugunsten der Zweiten Spanischen Republik [1].

Guernica 1937

Am 26.04.1937 bombardierte die deutsche "Legion Condor", ein Verband der Luftwaffe im Spanischen Bürgerkrieg, die baskische Stadt Guernica [4]. Wolfram von Richthofen, der die Legion Condor ab November 1938 befehligte, notierte am 30.04.1937 in seinem Tagebuch, Guernica sei "buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht" [4]. Das Bundesarchiv weist darauf hin, dass das Tagebuch erst 1944 abgetippt wurde und die handschriftlichen Originale als verloren gelten [4]. Die Zahl der Toten gibt das Bundesarchiv nicht an [4]. Westliche Zeitungen werteten den Angriff nach dem Bericht des Journalisten George Steer als Kriegsverbrechen, die faschistische Propaganda behauptete dagegen, Republikaner hätten die Stadt selbst angezündet [4].

Picasso malte "Guernica" im Mai und Juni 1937 als Antwort auf den Angriff [4]. Das großformatige Bild entstand in seinem neuen Atelier in der Rue des Grands-Augustins für den spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung, Dora Maar fotografierte die Arbeit daran [1, 2]. 1939 war es im Museum of Modern Art in New York zu sehen [2]. Heute gehört es dem Museo Reina Sofía in Madrid [2]. Den Hintergrund des Krieges beschreibt die Seite zur Zwischenkriegszeit.

Besatzungszeit und Friedenstaube

Während der deutschen Besatzung blieb Picasso ab 1940 in seinem Atelier in der Rue des Grands-Augustins [2]. 1942 griff ihn der Maler Maurice de Vlaminck in einem Zeitungsartikel an, junge Maler und Intellektuelle aus dem Umfeld der Résistance stellten sich hinter ihn [2]. 1943 lernte er die junge Malerin Françoise Gilot kennen [2]. Mit ihr bekam er die Kinder Claude, geboren 1947, und Paloma, geboren 1949 [1, 2]. Nach der Befreiung löste 1944 eine große Ausstellung seiner Werke im Salon d'Automne heftige Reaktionen aus [2]. 1945 übernahm er den Vorsitz des französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier [1]. 1948 reiste er zum Kongress der Intellektuellen für den Frieden nach Breslau und besuchte danach Krakau und Auschwitz [2].

Wann er der Kommunistischen Partei Frankreichs beitrat, geben die Quellen unterschiedlich an: das Deutsche Historische Museum nennt 1941, das Pariser Picasso-Museum 1944 [1, 2]. 1949 wählte Louis Aragon seine Lithografie einer Taube für das Plakat des Pariser Friedenskongresses [1, 2]. 1950 erhielt er den Lenin-Friedenspreis [2]. 1951 malte er "Massaker in Korea" [2]. Nachdem 1953 sein Porträt Stalins auf dem Titel der "Lettres françaises" erschienen war, ging er auf Abstand zur Partei [2]. Wer Stalin war, zeigt die Seite über Josef Stalin.

Keramik, Mittelmeer und Spätwerk

Ab 1947 arbeitete er als Keramiker in Vallauris an der Côte d'Azur, 1948 zog er dorthin [1, 2]. 1952 lernte er Jacqueline Roque kennen und gestaltete in Vallauris eine ehemalige Kapelle mit Wandbildern; das Pariser Picasso-Museum nennt sie "Tempel des Friedens" [1, 2]. Olga starb am 11.02.1955 [2]. Im selben Jahr malte er nach Eugène Delacroix "Die Frauen von Algier" [2]. 1957 folgte die Serie "Las Meninas" nach Diego Velázquez, 1959 die Reihe nach Édouard Manets "Frühstück im Grünen" [2].

Eine Töpferwerkstatt in einem provenzalischen Dorf mit unbemalten Tellern und Vasen auf Regalen und glühendem Brennofen
Bild: KI-generiert

1958 kaufte er das Schloss Vauvenargues bei Aix-en-Provence [1, 2]. 1961 heiratete er Jacqueline Roque und zog mit ihr in das Landhaus Notre-Dame-de-Vie in Mougins [2]. 1963 eröffnete in Barcelona das Museu Picasso, gegründet mit einer Schenkung seines Freundes Jaime Sabartés [1, 2]. 1958 wurde sein Wandbild für die UNESCO, "Der Sturz des Ikarus", eingeweiht [2]. 1967 lehnte Picasso die Aufnahme in die Ehrenlegion ab [2]. Nach dem Tod Sabartés' schenkte er 1968 dem Museum in Barcelona die gesamte Serie "Las Meninas" [2]. Zu seinem 90. Geburtstag 1971 widmete ihm der Louvre eine große Ausstellung [2].

Tod in Mougins

Picasso starb am 08.04.1973 in Mougins und wurde im Garten von Schloss Vauvenargues beigesetzt [1, 2]. 1985 wurde in Paris das Musée Picasso eingeweiht [1]. Das Museum zählt als Kinder Paul, Maya, Claude und Paloma auf [2]. Wie sich Kunst über die Jahrhunderte gewandelt hat, zeigt die Seite zur Kunstgeschichte.

  1. Pablo Picasso 1881 bis 1973 (LeMO Biografie). Janca Imwolde, Deutsches Historisches Museum. Stand 14.09.2014. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Picasso Timeline. Musée national Picasso-Paris. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Picasso's childhood. Musée national Picasso-Paris. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Behörde Der Angriff auf Guernica (Geschichtsgalerie). Stephanie Jozwiak, Bundesarchiv. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.